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Der Bienen-Much
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Betreff des Beitrags: Im August Versäumtes ist später nicht mehr einzuholen Verfasst: 05.08.2007, 17:41 |
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Registriert: 09.07.2007, 08:30 Beiträge: 303 Wohnort: Zschopau
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Im August Versäumtes ist später nicht mehr einzuholen
Um unsere Völker zu starken Einheiten aufzubauen, mit denen wir die Frühtracht des nächsten Frühlings optimal nutzen können, müssen wir im August unsere ganze imkerliche Erfahrung und persönlichen Einsatz bringen. Im August Versäumtes ist später nicht mehr einzuholen. Das ist ein Grundsatz, wer diesen nicht befolgt, hat noch einen steinigen Weg bis zum erfolgreichen Imker vor sich. Die Liebe zur Natur mit dem wundersamen Insekt Biene allein ist kein Garant; um diese zu stillen, würden auch 2 Völker auf dem Balkon genügen. Starke Einwinterungsvölker muss natürlich das Ziel eines jeden Imkers sein, gleich ob bei ihm eine Frühtracht möglich ist oder nicht. Dies ist einfach die biologische Voraussetzung einer gesunden Überwinterung. Nur starke Völker ertragen die große Belastung ohne jeden Schaden.
Wir müssen mit der Einfütterung bis Ende dieses Monats fertig sein. Warum? An der mühsamen Aufbereitung der Zuckerlösung beteiligen sich nicht nur die Flugbienen, sondern auch die älteren Stockbienen, darunter versteht man über 12 Tage alte Jungbienen. Diese aber sind bereits Winterbienen, deren Fett-Eiweißpolster es allein ermöglicht, nach vier Monaten ohne Pollenfutter die erste Brut zu pflegen. Wird diese Jungbiene in den Arbeitsprozess, wie Fütterung der Maden oder Aufbereitung zum Winterfutter, mit einbezogen, verkürzt diese Anstrengung einmal ihre Lebensdauer zum anderen fehlt im Februar / März die elementare Kraft — und diese ist unabdingbar — um in der relativ kurzen Zeit starke Leistungsvölker aufzubauen. Wir Imker sagen oft: „Das Volk geht auseinander wie Hefeteig". Bei der frühen Einfütterung haben die Altbienen noch diese Arbeit verrichtet, das Volk wurde zugleich zur Eindämmung ihrer Brut gezwungen und damit die Kraft der Jungbienen gehütet. Als Beleg dieser Darstellung führe ich einmal den Herbst 2006 bis zum Frühjahr 2007 - also Ein - und Auswinterung eines Betriebsjahres an. Ich habe zwei Bienenstände an verschiedenen Orten und war mit der Auffütterung Ende August fertig.
Bei einem Stande honigten dann Fichte, Ahorn und Kiefer bis Mitte Oktober. Dank der früh beendeten Wintergabe konnte nur noch eine geringe Menge Honigtau eingetragen werden. Somit haben sich die Jungbienen noch an der Aufbereitung zum Honig beteiligt und als Folge dieser lange anhaltenden Tracht wurde auch noch Brut bis Oktober gepflegt. Bei allen Völkern dieses Standes musste ich heuer während der warmen Februartage den zweiten Brutraum abnehmen, sie besetzten im Durchschnitt zwei Waben weniger als in den Vorjahren, dies trotz der lange anhaltenden Bruttätigkeit. Auf dem anderen Stande, wo ich kaum ein Honigen feststellen konnte und Nagelproben aus den Zellen der Brutnähe nur vergälltes Futter gaben, hatte ich eine Auswinterung mit normaler Volksstärke, auch schlüpfte die letzte Brut Mitte September. Honigtautracht zur späten Jahreszeit ist die Folge einer langen, warmen Trockenperiode, welche einigen Lachnidenarten zur Zeit der Knospenbildung für das nächste Frühjahr eine Massenpopulation ermöglicht. Besonders solche Ausnahmejahre bestätigen die Richtigkeit der frühen Auffütterung. Die Freude am unerhofften Honigsegen bereitet uns wegen dessen Qualität auch Sorgen, dazu mussten wir dies mit angeschlagenen Winterbienen bezahlen. Dass es auf den Ständen der Imker, welche im September 2006 und noch später schleuderten und anschließend mit der Wintereinfütterung begannen, nur vereinzelt zum Zusammenbruch der Völker während der Monate März / April kam, verdanken diese den Reinigungsflügen im Dezember und Februar. Der Winter war uns also gnädig.
Vereinigen der Völker
Der August ist hierfür der günstigste Monat, um die Völker mittels Vereinigung mit Ablegern zu verstärken und zugleich umzuweißeln, also verjüngen. Warum?
a) die Völker haben ihre Drohnen bereits abgetrieben, die Königinnen werden dann williger angenommen.
b) wir haben zwei Königinnen zur Erzeugung von Winterbienen möglichst lange genützt
c) die vereinigten Völker haben noch genügend Zeit, um zu einer homogenen Einheit zusammenzuwachsen.
Dies ist ein wichtiger Faktor, ohne diesen haben wir kein vitales Volk, so werden z.B. Völker, die nur mit einer Königin umgeweißelt wurden, gerne das Opfer der Räuberei. Oft schon habe ich gelesen oder auch bei Vorträgen gehört, dass man alt mit alt vereinigen soll, ich praktiziere dies schon seit Jahren nicht mehr. Das Ergebnis im Frühjahr war nie befriedigend und oft so, als hätte ich diese Vereinigung nicht durchgeführt. Die Ursache dürfte der bei den Völkern mit alten Königinnen zu hohe Anteil von Flugbienen sein, die ja im Herbst absterben. Und was soll dies auch? Erreicht ein Volk nicht die erforderliche Stärke, ist in der Regel die leistungsschwache Königin die Ursache, diese beseitige ich doch nicht nachhaltig, wenn ich das Volk nur mit Bienenfleisch verstärke. Bei den schwächeren Völkern nehmen wir die alte Königin heraus und setzen über den Honigraum einen jungen, starken Ableger zu. Verlasst Euch nicht auf das Gespür des „Bien" der selbst eine strenge Auslese betreibt und immer die alte Tante beseitigt. Es ist auf alle Fälle sicherer, wenn ihr diese Arbeit macht. In dieser Jahreszeit besprenge ich gerne das zuhängende Volk mit einer dünnen Zuckerlösung, die Vereinigung erfolgt dann ohne Feindseligkeit.
Der Verlust einer Jungkönigin ist im August besonders für Jungimker oft bitter und nicht mehr zu ersetzen. Drei Wabenableger eignen sich nicht zur Umweißelung, vor allem dann nicht, wenn diese selbst erst vor kurzem erstellt oder zusammengestellt wurden, es sei, ich mache mir die Arbeit und entnehme dem entweißelten Volk sämtliche Brutwaben, um es später wieder mit der gleichstarken Brut zu verstärken. Dies aber ist eine mit viel Wagnis verbundene Arbeit. Ein Zuhängen kompakt hinter dem Flugloch des Brutraumes ist auch nur für starke Ableger zu empfehlen, wobei es ratsam ist, erst die Weißelunruhe abzuwarten. Ich habe viele Jahre hindurch in den Völkern nur Königinnen belassen, die nicht älter als zwei Jahre waren und nur die sogenannten Lieblinge (jeder Imker hat auf seinem Stand einige Völker die er besonders schätzt) für die Zucht belassen. Die Schwarmgefahr und damit die Arbeitsspitze ist schon geringer, der Honigertrag nur deshalb nicht höher. Heute belasse ich alle Königinnen die zumindest den Standdurchschnitt halten drei Jahre im Volk. Trotz guter Abstammung fehlt letztlich die Gewissheit, dass junge Weisel besser im Honigertrag sind.
Beste Grüße
Dieter
_________________ Echte Imker sind reine Idealisten, Materielles ist ihnen ein Greuel http://www.imkerhomepage.de/stockkarte/
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Der Bienen-Much
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Betreff des Beitrags: Verfasst: 10.08.2007, 10:26 |
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Registriert: 09.07.2007, 08:30 Beiträge: 303 Wohnort: Zschopau
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Oh, mein Beitrag stößt wohl bei euch auf wenig Gegenliebe. Eigentlich habe ich gehofft, dass auch andere mit in die Diskussion einsteigen. Also, Kollegen(innen) was gibt es denn bei euch im Monat August zu tun?
Beste Grüße
Dieter
_________________ Echte Imker sind reine Idealisten, Materielles ist ihnen ein Greuel http://www.imkerhomepage.de/stockkarte/
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Sybill
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Betreff des Beitrags: Verfasst: 10.08.2007, 13:17 |
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| Administrator |
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Registriert: 25.01.2007, 16:39 Beiträge: 1207 Wohnort: Fahndorf bei Hollabrunn
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Hallo,
ich muß gestehen, der August ist eigentlich mein Relax-Monat  . Ausser ein wenig Bienenfüttern, Ameisensäurebehandlung und hin und wieder Mama gucken passiert bei meinem Bienenstand recht wenig. Ich nützte die Zeit um mich für die Märkte im September und das Weihnachtsgeschäft danach, natürlich mit allen Vorbereitungen, geistig vorzubereiten  .
Naja, ganz so entspannt ist es ja nicht, am Samstag bringe ich die erste Partie Völker vom Sonnenblumenstand wieder zurück zum Heimbienenstand. NäWo möchte ich die Bienchen im Wald mal wieder besuchen und danach sollte der Rest von den Sonnenblumen auch noch Heim.
Gefüttert habe ich meine Flieger gleich nach Abnahme der Honigzarge, damit 1. ja keine Räuberei entsteht, und 2. die Mama fleißig beim Arbeiten bleibt. Und falls eine Königin die nächsten Wochen nicht überlebt habe ich noch einige in Reserve zur Verfügung - schließlich will ich ja nächstes Jahr auch Gesumme auf meinem Bienenstand hören.
Und die Woche darauf fahren wir nach Deutschland in den Urlaub. Meine große Tochter wünscht sich, das wir ins "Warner Brother Movie Land" fahren, und da ich selber recht gerne Hochschaubahn fahre, kann ich Ihr natürlich diesen Wunsch nicht ausschlagen
Danach geht es aber sofort los mit den Arbeiten an den vielen Produkten. Da ich sehr viel selber mache, kommt im Herbst eine Menge Arbeit auf mich zu, auf die ich mich aber eigentlich schon sehr freue, denn zB. Kerzen gieße ich echt gerne !
_________________
Gruß Sybill 
______________________________ What bee is good for your health? - Vitamin bee!
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drohne
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Betreff des Beitrags: Verfasst: 10.08.2007, 22:11 |
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| Administrator |
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Registriert: 18.01.2007, 01:00 Beiträge: 3424 Wohnort: Schmidatal
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Der Bienen-Much hat geschrieben: Oh, mein Beitrag stößt wohl bei euch auf wenig Gegenliebe.
Keine Sorge lieber Dieter, der tolle Beitrag wurde natürlich nicht übersehen, aber ich hatte zwei Tage Dienst beim Honigtandl und oberflächlich infolge Zeitmangel will ich natürlich nicht antworten, ist nicht meine Art.
Aber mit Deiner Erlaubnis möchte ich bei der Gelegenheit um folgendes Ersuchen: dürfte ich die beiden wichtigen Themen aufteilen? Nämlich das aufbauen der Völker sollte separat besprochen werden und andererseits das vereinigen der Völker. Dies wäre insofern wichtig, da beide Maßnahmen höchste Priorität haben.
LG und Pardon bitte für das verspätete Antworten.
Josef
_________________ ... dessen schwarze Herzkirschen natürlich nicht gegessen wurden, sondern in den Maischefässern mit herrlichen Marillen und die Wette blubbern. Edelbrände, nennt man die für höhere Weihen bestimmte flüssigen Stoffe
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drohne
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Betreff des Beitrags: Verfasst: 11.08.2007, 21:12 |
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| Administrator |
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Registriert: 18.01.2007, 01:00 Beiträge: 3424 Wohnort: Schmidatal
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@ Der Bienen-Much
Hier möchte ich eine -hoffentlich gedeihliche- Diskussion beginnen und allenfalls das einfüttern aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten.
Als Standimker, für den sagen wir nach der Linde bzw. Sonnenblume die Tracht zu Ende ist, sind deine Überlegungen und Betriebsweise möglicherweise optimal. Aber eben nur möglicherweise! Dazu folgendes:
Zitat: Wir müssen mit der Einfütterung bis Ende dieses Monats fertig sein. Persönlich bin ich kein Freund der schnellen Einfütterung, sondern verabreiche wöchentlich kleine Gaben von sagen wir ein bis zwei Liter Honig/Wasser Lösung. Dazu nehme ich jenen Honig, der bis zum nächsten Tag aus Sieben, E-Wanne. Schleuder, E-Wachs herausrinnt. Dieser Honig hätte ohnehin bereits zuviel Wassergehalt und könnte allenfalls nur noch zur Metbereitung verwendet werden, deshalb bekommen ihm die Bienen in kleinen Gaben retour. Dieses kleine, aber ständige füttern bis weit in den September hinein, bewirkt eine stetige Futtergabe und kann somit als Reizfütterung betrachtet werden. Den Bienen -auch Jungbienen- macht dies überhaupt nichts aus, da ja ständig Honig hereinkommt. Ich erinnere mich noch an all die Jahre wo es noch keine Varroa bei uns gab, da kamen wir grundsätzlich erst in der letzten Woche im August aus der Waldtracht zurück. Damals diente der ganze September eben zum einfüttern. Aber auch damals wöchentlich nur einen 5 l Kübel und dies drei bis viermal, eben je nach Bedarf. Ausfälle gab es damals so gut wie nie, lediglich Nosema konnte fallweise etwas unangenehm werden. Aber Gottlob ist in heutigen Zeiten diese Geisel bereits Geschchte. In Varroazeiten kann man natürlich nicht mehr bis Ende August ohne Zwischenbehandlung im Wald bleiben, aber dies ist bekanntlich eine andere Geschichte. Zitat: Zitat Bienen Much
zum anderen fehlt im Februar / März die elementare Kraft
Genau dies Dieter könnte (!) bei einem sehr langen und strengem Winter, der ja durchaus bis April dauen könnte, den Bienen zum Verhängnis werden, denn diese wären mitunter bereits acht und mehr Monate alt. Ob diese dann noch Trachtvölker werden  Aber hier möchte ich mich keinesfalls festklammern, denn hier fehlt mir jede Erfahrung.
Pardon bitte, etwas später bitte befasse ich mich noch weiteren wichtigen Aspekten.
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Maja
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Betreff des Beitrags: Verfasst: 12.08.2007, 11:30 |
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Registriert: 19.03.2007, 17:40 Beiträge: 221 Wohnort: Halsbrücke / Sachsen
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Der Zeitpunkt, an dem man mit der Einfütterung fertig sein sollte, hängt meiner Meinung nach außer von der Spättrachtnutzung auch noch vom Klima des jeweiligen Standortes ab.
Bei Dieter kann es im September schon mehrere Tage lang empfindlich kalt werden, so daß die Bienen nicht zum Pollensammeln hinauskönnen und sich schon zu einer lockeren Traube zusammenziehen. Damit können sie auch das Futter nicht abnehmen und umarbeiten. Die zeitige Einfütterung macht daher unter diesen Bedingungen Sinn. Die Winterbienen werden nicht mit Arbeit überhäuft, d.h. sie können älter werden, da nach dem Einfüttern nur noch wenig Brut im Volk ist. Das hemmt auch die Vermehrung der Varroa, was bei Standorten, an denen die Durchführung der Winterbehandlung wegen der Kälte im November / Dezember manchmal nicht möglich ist, von Vorteil sein kann.
Was man bei später Einfütterung vermeiden sollte: angesichts des schönen Herbstes und reichlich blühender Gründüngung auf den Feldern aus Geiz zuwenig zu füttern. Die so zu ausgiebigen Sammelflügen gezwungenen Bienen arbeiten sich stark ab und danken es dem Imker im Frühjahr mit leeren Beuten!
Viele Grüße
Maja
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Sybill
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Betreff des Beitrags: Verfasst: 12.08.2007, 18:03 |
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Registriert: 25.01.2007, 16:39 Beiträge: 1207 Wohnort: Fahndorf bei Hollabrunn
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Maja
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Betreff des Beitrags: Verfasst: 12.08.2007, 18:29 |
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| Moderator |
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Registriert: 19.03.2007, 17:40 Beiträge: 221 Wohnort: Halsbrücke / Sachsen
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Hallo Sybill,
wie stellst du fest, ob die Bienen genug Futter haben?
Ich wiege meine Magazinbeuten (Segeberger) Anfang September mit einem Haken und einer Sackwaage, sie müssen (zweizargig) fertig gefüttert ca. 42 kg wiegen. Die Bienen haben dann mindestens 15 kg Futter, das reicht auch bei einem strengen Winter. Was überschüssig ist, kommt im Frühjahr bei Trachtbeginn raus, damit werden dann Ableger oder Schwärme gefüttert.
Zum Einfüttern verwende ich Zuckerlösung 3:2, den Zucker gibt es bei unseren tschechischen Nachbarn sehr preiswert (z.Zt. 56 ct / kg). In einem großen Kunststoff-Faß werden in 20 l Wasser (zuerst reingeben) 30 kg Zucker gelöst. Das geht sehr schnell, abends angesetzt und 2x umgerührt und am nächsten Tag nochmal rühren, bis sich alles gelöst hat. Auf den Beuten habe ich 10 l fassende Futterzargen, meist stehen die Beuten schief und es gehen nur 6-7 l rein. Das Füttern ist dann schnell erledigt.
Auf ihr Endgewicht bringe ich die Völker nach dem Wiegen Ende August oder in der ersten Septemberhälfte, je nachdem, wie sich das Wetter entwickelt.
Ob man schnell oder über einen längeren Zeitraum einfüttert, ist unter den Imkern sehr umstritten. Ich denke, das muß jeder für seinen Standort und seine Bienen selber herausfinden, beide Methoden haben ihre Vor- und Nachteile.
Viele Grüße
Maja
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drohne
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Betreff des Beitrags: Verfasst: 12.08.2007, 21:39 |
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| Administrator |
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Registriert: 18.01.2007, 01:00 Beiträge: 3424 Wohnort: Schmidatal
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Diese Diskussion die der Bienen Much da angezettelt hat, finde ich einfach großartig. Bisher hab eich lediglich in meiner kleinen Welt in Ostösterreich nur marginale Änderungen der Betriebsführung erkennen können, einerseits die Wanderimker, die durchaus bis Anfang September ihre Völker "draußen" hatten, andererseits die Standimker, für die die meistens nach der Linde das Ende der Fahnenstande erreicht ist. Aber dermaßen früh einzufüttern, war mir absolut unbekannt. Hier sieht man wieder, dass spezielle Foren durchaus wichtig und vor allem den Horizont erweitern können.
Hier z.B.
Zitat: Zitat Maja
Ob man schnell oder über einen längeren Zeitraum einfüttert, ist unter den Imkern sehr umstritten. Ich denke, das muß jeder für seinen Standort und seine Bienen selber herausfinden, beide Methoden haben ihre Vor- und Nachteile.
Diesbezüglich gab es bei mir bisher absolut keine Alternative, dies ging im September stets so: Anfang des Monats die Völker heim - Herbstrevison mit Futter- und Brutkontrolle, allenfalls umweiseln - Beginn der Varroabehandlung - letzte Futterkontrolle Ende September und dann anbringen der Winterverpackung. Zitat: Zitat Bienen Much
Eigentlich habe ich gehofft, dass auch andere mit in die Diskussion einsteigen.
Und ich hoffe sehr Dieter, dass hier noch wesentlich mehr Betriebsweisen beschrieben werden, denn ich denke das Thema verspätete Honigtautracht bis weit in den September/Oktober hinein, könnte durchaus auch bei uns aktuell werden. Warum: einer Zikadenart aus Italien gefällt offenbar unser verändertes Klima und füllt sich hier besonders wohl. Angeblich produziert dieses Tier im Oktober noch sehr viel Honigtau. Spätestens dann wird auch deine Betriebsweise für uns alle aktuell.
LG Josef
_________________ ... dessen schwarze Herzkirschen natürlich nicht gegessen wurden, sondern in den Maischefässern mit herrlichen Marillen und die Wette blubbern. Edelbrände, nennt man die für höhere Weihen bestimmte flüssigen Stoffe
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Der Bienen-Much
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Betreff des Beitrags: Verfasst: 13.08.2007, 20:17 |
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Registriert: 09.07.2007, 08:30 Beiträge: 303 Wohnort: Zschopau
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Hallo zusammen,
die frühe Auffütterung richtet sich immer nach dem örtlichen Trachtangebot. Der Termin kann keinesfalls verallgemeinert werden. Wie schon Maja erwähnte, kann es im September bei uns im Erzgebirge schon mehrere Tage lang empfindlich kalt werden. Späte Massentrachten, also nach der Linde, gibt es kaum. Im Gegenteil, vergleicht man die letzten Jahre so stellt man fest, dass alles viel zeitiger blüht und alles zeitiger endet (verblüht). Ich bin ja kein Mensch, der auf den Medien-Zug der Erderwärmung aufspringt, aber irgend etwas ist schon dran an der Geschichte.
Zurück zum Thema
Also, ich habe die Erfahrung gemacht, dass Völker, die früh aufgefüttert wurden, merklich stärker und gesünder aus dem Winter kamen.
1. Ich möchte so schnell wie möglich die (alten) Flugbienen loswerden, also abarbeiten lassen.
2. Ich möchte die Völker so schnell wie möglich verjüngen (siehe Beitrag oben).
3. Der Honig / Pollen, der im Monat August z. B. aus Springkraut eingetragen wird, gehört ohne Abstriche den Bienen. Er ist der erste Honig, der den Bienen im zeitigen Frühjahr zur Verfügung steht.
Beste Grüße
Dieter
_________________ Echte Imker sind reine Idealisten, Materielles ist ihnen ein Greuel http://www.imkerhomepage.de/stockkarte/
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Bienensiggi
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Betreff des Beitrags: Re: Verfasst: 17.06.2009, 22:34 |
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Registriert: 21.01.2009, 19:26 Beiträge: 22 Wohnort: Ziegra-Knobelsdorf OT Gebersbach
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drohne hat geschrieben: Diese Diskussion die der Bienen Much da angezettelt hat, finde ich einfach großartig. Ob man schnell oder über einen längeren Zeitraum einfüttert, ist unter den Imkern sehr umstritten. Ich denke, das muß jeder für seinen Standort und seine Bienen selber herausfinden, beide Methoden haben ihre Vor- und Nachteile. Hallo Imkers Ich habe erst 1 Jahr Bienen und möchte meine 4 Völker richtig Einfüttern.Nach der Diskussion hier kommt man zu keinen richtigen Schluss. Ich habe das Deutsche Bienen Journal 11/98 vor mir liegen, in dem wird geschrieben, das die Imker in Kanada nach der letzten Honigernte die Gewichte der Völker abschätzen und bei bedarf 4-5kg Trockenzucker in die Futterkästen tun. Sie werden dann Mitte bis Ende September in den Heimatstand gebracht. Bei Trockenfutter gibt es keine Räuberei und sie sind fertig für den Winter. Warum kann man das bei uns nicht auch machen? Fragt siggi 
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Mindelsee
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Betreff des Beitrags: Re: Im August Versäumtes ist später nicht mehr einzuholen Verfasst: 18.06.2009, 10:03 |
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Registriert: 13.05.2009, 14:21 Beiträge: 104 Wohnort: D-Radolfzell/Möggingen
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Hallo Siggi, da hat es sich scheinbar ein Autor zu einfach gemacht. Wenn Du englische Literatur magst lese mal die "original" kanadischen Berichte, z. B Allen Dick's Tagebuch oder das tolle Buch von Ron Miksha: Bad Beekeeping. Da wird von Tankzügen Zuckersirup, offener Fütterung und dutzenden patties (Pollenersatzkuchen) berichtet Eines sollte man bei Kanada-Berichten aber immer bedenken: Die riesigen Entfernungen zwischen Imkern! Verflug und Räuberei vom Kollegen sind meist praktisch unmöglich. Trockenzucker ist in unseren Breiten ein geeignetes Trachtlückenfutter für Wirtschaftsvölker. Junge Ableger malträtiert man nicht mit solchen Herausforderungen. Die sollte man flüssig, evtl. auch mit weichem Teig, füttern. Wie Drohne schon schrieb hängt der Einfütterungsablauf von Betriebsweise, Bienen und Standort ab. Gruß vom sonnigen Mindelsee Michael
_________________ Michael T. Mader Imkerei Mindelsee D-78315 Möggingen-Radolfzell http://imkerei-mader.awardspace.com
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Bienensiggi
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Betreff des Beitrags: Re: Im August Versäumtes ist später nicht mehr einzuholen Verfasst: 18.06.2009, 14:31 |
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Registriert: 21.01.2009, 19:26 Beiträge: 22 Wohnort: Ziegra-Knobelsdorf OT Gebersbach
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Mindelsee hat geschrieben: Hallo Siggi, Trockenzucker ist in unseren Breiten ein geeignetes Trachtlückenfutter für Wirtschaftsvölker. Junge Ableger malträtiert man nicht mit solchen Herausforderungen. Die sollte man flüssig, evtl. auch mit weichem Teig, füttern.
Wie Drohne schon schrieb hängt der Einfütterungsablauf von Betriebsweise, Bienen und Standort ab.
Gruß vom sonnigen Mindelsee
Michael Hallo Michael Du hast schon recht, wollte es mir dieses Jahr einfacher machen. Das Futter vergammelt so schnell in den Futterzargen und die Bienen kommen nicht hinterher es aufzusaugen. Werde mir doch Futterteig besorgen, geht vielleicht doch besser. Gruß siggi 
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Mindelsee
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Betreff des Beitrags: Re: Im August Versäumtes ist später nicht mehr einzuholen Verfasst: 18.06.2009, 16:04 |
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Registriert: 13.05.2009, 14:21 Beiträge: 104 Wohnort: D-Radolfzell/Möggingen
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Hallo Siggi,
hätte dazu sagen sollen dass ich für die Herbsteinfütterung nur noch Sirup nehme. Der wird nicht oder nur sehr, sehr langsam schlecht, und muss nicht mehr invertiert werden.
Da sind große Mengen schneller abgenommen und selbst wenn sie lange brauchen verdirbt nichts.
Viele Grüße vom sonnigen Mindelsee
Michael
_________________ Michael T. Mader Imkerei Mindelsee D-78315 Möggingen-Radolfzell http://imkerei-mader.awardspace.com
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Wolli
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Betreff des Beitrags: Re: Im August Versäumtes ist später nicht mehr einzuholen Verfasst: 18.06.2009, 22:01 |
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Registriert: 05.09.2008, 20:21 Beiträge: 61 Wohnort: Tirol 1190 Meter Seehöhe
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Dadurch dass ich auf 1190 Metern Seehöhe wohne, ist bei uns Ende Juli trachtmäßig meist alles vorbei und es wird abgeschleudert.
Aufgefüttert wird dann ratz-fatz. Zweiräumige Völker erhalten beträchtliche Mengen von bis zu 10 Litern Zuckerlösung 3:2 auf einmal. Ich füttere 20 Kilo (nicht Liter!) ein.
Einräumige Ableger werden natürlich langsam aufgefüttert, wegen des Platzes, erhalten aber so viel wie möglich, meist ca 12 Kilo.
Ich möchte damit auch vermeiden, dass Winterbienen die ganze Arbeit machen müssen und natürlich ist eine frühzeitige Varroabehandlung gut möglich.
Im letzten sehr strengen Winter habe ich kein Volk verloren.
Gruß,
Wolfgang
_________________ Wenn ein Ahnungsloser 80 Kilo Honig erntet, dann braucht er nichts zu ändern, wenn aber Tiroler-Profis nur 15 Kilo Schnitt haben, dann muss es erlaubt sein über alternative Betriebsweisen und Bienenrassen nachzudenken http://tiroler-honig.at.tf
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