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 Betreff des Beitrags: Biscaya, der nackte Horror
BeitragVerfasst: 29.09.2008, 22:16 
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Hallo,

in der Anlage das Untersuchungsergebnis des JKI Berlin, vorm. Biologische Bundesanstalt, zur Bienenvolkvergiftung durch Maisanbau. Bemerkenswert ist, das das betreffende Gift Thiachloprid auch in der Pflanzenprobe gefunden wurde. Zur Giftigkeit des PSM von Thiachloprid, enthalten in dem PSM Biscaja von BayerCroup Sciences, siehe folgenden LINK

Herzliche Grüße
Fridolin Brandt

Zitat:
Handelsbezeichnung

Biscaya
Zulassungsnummer 5918-00
Zulassungsinhaber Bayer CropScience
Weitere Vertriebsfirmen
Zulassungsende 31. Dezember 2016
Wirkungsbereich Insektizid
Wirkstoffgehalt 240 g/l Thiacloprid
Formulierung Dispersion in Öl (ölhaltiges Suspensionskonzentrat)
Gefahrenbezeichnung Umweltgefährlich, Gesundheitsschädlich
Kennzeichnung nach GefStoffV R 36/38 : Reizt die Augen und die Haut
R 50/53: Sehr giftig für Wasserorganismen, kann in Gewässern längerfristig schädliche Wirkungen haben.
R 22 : Gesundheitsschädlich beim Verschlucken
R 40 : Verdacht auf krebserzeugende Wirkung.
S 36/37/39 : Bei der Arbeit geeignete Schutzkleidung, Schutzhandschuhe und Schutzbrille/Gesichtsschutz tragen
S 2 : Darf nicht in die Hände von Kindern gelangen
S 13 : Von Nahrungsmitteln, Getränken und Futtermitteln fernhalten
S 26 : Bei Berührung mit den Augen gründlich mit Wasser abspülen und Arzt konsultieren
S 35: Abfälle und Behälter müssen in gesicherter Weise beseitigt werden
S 46 : Bei Verschlucken sofort ärztlichen Rat einholen und Verpackung oder Etikett vorzeigen
S 57 : Zur Vermeidung einer Kontamination der Umwelt geeigneten Behälter verwenden
Zur Vermeidung von Risiken für Mensch und Umwelt ist die Gebrauchsanleitung einzuhalten.
Kennzeichnung nach PflSchMV SPo5: Wiederbetreten der behandelten Fläche erst nach Abtrocknung des Spritzbelages.
Anwendungs-
bestimmungen NW468: Anwendungsflüssigkeiten und deren Reste, Mittel und dessen Reste, entleerte Behältnisse oder Packungen sowie Reinigungs- und Spülflüssigkeiten nicht in Gewässer gelangen lassen. Dies gilt auch für indirekte Einträge über die Kanalisation, Hof- und Straßenabläufe sowie Regen- und Abwasserkanäle.
Auflagen NN361: Das Mittel wird als schädigend für Populationen der Art Coccinella septempunctata (Siebenpunkt-Marienkäfer) eingestuft.
NN370: Das Mittel wird als schädigend für Populationen der Art Chrysoperla carnea (Florfliege) eingestuft.
NN3842: Das Mittel wird als schädigend für Populationen der Art Aphidius rhopalosiphi (Brackwespe) eingestuft.
NW264: Das Mittel ist giftig für Fische und Fischnährtiere.
SB001: Jeden unnötigen Kontakt mit dem Mittel vermeiden. Missbrauch kann zu Gesundheitsschäden führen.
SB110: Die Richtlinie für die Anforderungen an die persönliche Schutzausrüstung im Pflanzenschutz "Persönliche Schutzausrüstung beim Umgang mit Pflanzenschutzmitteln" des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit ist zu beachten.
SE110: Dicht abschließende Schutzbrille tragen beim Umgang mit dem unverdünnten Mittel.
SS110: Universal-Schutzhandschuhe (Pflanzenschutz) tragen beim Umgang mit dem unverdünnten Mittel.
SS210: Standardschutzanzug (Pflanzenschutz) und festes Schuhwerk (z.B. Gummistiefel) tragen beim Umgang mit dem unverdünnten Mittel.
SS610: Gummischürze tragen beim Umgang mit dem unverdünnten Mittel.
VH352-1: Es dürfen die gemäß § 20 Abs. 2 Nr. 6 des PflSchG vorgeschriebenen Angaben auf einer, die abgabefertige Packung begleitende Gebrauchsanleitung abgedruckt werden, sofern deren Inhalt die Größe von 125 ml nicht übersteigt. Die Gebrauchsanleitung muss dabei eine bestimmungsgemäße und sachgerechte Anwendung des Pflanzenschutzmittels sicherstellen. Auf den Behältnissen und abgabefertigen Packungen ist auf die Packungsbeilage hinzuweisen.
Hinweise NB6641: Das Mittel wird bis zu der höchsten durch die Zulassung festgelegten Aufwandmenge oder Anwendungskonzentration, falls eine Aufwandmenge nicht vorgesehen ist, als nichtbienengefährlich eingestuft (B4).

Anwendungsbestimmungen und Auflagen, die sich auf die einzelnen Anwendungen beziehen, stehen dort.


Meinen Dank an Fridolin Brandt Aka User Cornelius.

In Hinkunft werden wir solche Beschreibungen sammeln und bei Gelegenheit in einem eigenen Themenbereich zusammenführen.

Josef

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19.3. Ist´s zu Josefi klar, gibt´s ein gutes Honigjahr.


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 Betreff des Beitrags: Re: Biscaya, der nackte Horror
BeitragVerfasst: 30.09.2008, 05:14 
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Erschreckend sind für mich die Gefahrenhinweise nach der Gefahrenstoffverordnung ( GefStoffV ):

R 40 : Verdacht auf krebserzeugende Wirkung und nicht weniger erschreckend :R 50/53: Sehr giftig für Wasserorganismen, kann in Gewässern längerfristig schädliche Wirkungen haben.
Thiachloprid ist in ca. 50 verschiedenden Pflanzenschutzmitteln mit wechselnden Darreichungs- und Anwendungsformen enthalten. Dabei wird es als Bienenungefährlich ( Umweltungefährlich ) bezeichnet.

Das richtet Thiachloprid, u.a. als Wirkstoff enthalten in dem Insektizid " Biscaja ", an:
Vom JKI zur Polizeidirektion Bad Segeberg.
kurz :
geschädigter Imker,Horst Körber/Prisdorf
Nachgewiesene Wirkstoffe(PSM) des Bienensterbens seiner Völker:
Bei den Bienen:
Carbandazim
CHLOTIANDIN 48,1ug/kg
Flusiazol
Kresoxim-methyl
Thymol

Bei der Maisspindel :
Schwefel
THIACLOPRID 0,8 ug/kg
Thymol

In Schleswig- Holstein ist jetzt die Vergiftung bewiesen.
Biskaya ein B4 Mittel ist tötlich.
Genauso wie Clothianidin

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Wer nichts weiß, muß alles glauben !

Zitat von Marie Ebner- Eschenbach / Austria
E-Mail: fridolin@imkereibrandt.de


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 Betreff des Beitrags: Re: Biscaya, der nackte Horror
BeitragVerfasst: 30.09.2008, 12:34 
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Hallo!

Obiges Zitat wurde anscheinend dem Sicherheitsdatenblatt von Biscaya entnommrn, welches im Original z.B. hier nachgelesen werden kann.

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Ich habe gelernt, dass auch ApiLiveVar nicht das Gelbe vom Ei ist.


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 Betreff des Beitrags: Re: Biscaya, der nackte Horror
BeitragVerfasst: 30.09.2008, 19:26 
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cornelius hat geschrieben:
Das richtet Thiachloprid, u.a. als Wirkstoff enthalten in dem Insektizid " Biscaja ", an:
Vom JKI zur Polizeidirektion Bad Segeberg.
kurz :
geschädigter Imker,Horst Körber/Prisdorf
Nachgewiesene Wirkstoffe(PSM) des Bienensterbens seiner Völker:
Bei den Bienen:
Carbandazim
CHLOTIANDIN 48,1ug/kg
Flusiazol
Kresoxim-methyl
Thymol

Bei der Maisspindel :
Schwefel
THIACLOPRID 0,8 ug/kg
Thymol

In Schleswig- Holstein ist jetzt die Vergiftung bewiesen.
Biskaya ein B4 Mittel ist tötlich.

Das würde ich jetzt gern etwas genauer wissen wollen. Wo geht aus deinem Beitrag hervor, dass die Bienen an Thiacloprid gestorben sind?
Ich benötige den Nachweis nicht um dir in deinem Beitrag etwas zu widerlegen oder nachzuweisen, sondern um zu wissen wie ich mit meinen Bienenvergiftungen weiter vorgehe. Bei meinen Bienenproben wurde Thiacloprid nachgewiesen, ohne das das JKI bei diesem Wirkstoff in meinem Fall von der Todesursache ausgeht.
Alles was ich jetzt nicht gebrauchen kann, sind haltlose Schlussfolgerungen.
Gruß Peter


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 Betreff des Beitrags: Re: Biscaya, der nackte Horror
BeitragVerfasst: 30.09.2008, 19:58 
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Hallo Peter, das das deutsche JKI überhaupt, wie im Fall Körber, die Vergiftungsursache benennt war nur durch hartnäckiges Nachfragen und mit der Androhung von Dienstaufsichtsbeschwerden zu erreichen.

Also beim JKI nachfragen, keine Ruhe geben bis die Damen und Herren genervt reagieren. Das war im Fall Körber ebenso. Freiwillig gibt das JKI , in Österreich AGES, keine Vergiftungsursache bekannt. Wegen Drittmittel, Du verstehst ?
Die tötliche Dosis bei der erwachsenen Biene für Thiachloprid liegt meines Wissens bei 0,012μg. Der Grenzwert bei der Brut dürfte noch um einiges niedriger liegen. Dieser Wert bei der Brut wurde wohlweißlich noch nie ermittelt !
Übrigesns was unter kurz beschrieben wird, ist der Originaltext des JKI. Diesen kann ich Dir per E-Mail zukommen lassen.
Siehe dazu auch den Bericht von M. Hederer : http://www.bien-milb.de/Bilder/ManfredHederer.pdf.

Auf jeden Fall ist eine Anzeige gegen Unbekannt mehr als ratsam und kostet nichts !

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Zitat von Marie Ebner- Eschenbach / Austria
E-Mail: fridolin@imkereibrandt.de


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 Betreff des Beitrags: Re: Biscaya, der nackte Horror
BeitragVerfasst: 30.09.2008, 20:19 
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cornelius hat geschrieben:
Freiwillig gibt das JKI , in Österreich AGES, keine Vergiftungsursache bekannt.


Kann ich nicht nachvollziehen Cornelius, wir Imker sind ja keine Deppen! :roll:

Wenn ich mit Proben von eindeutig vergifteten Bienen zur AGES komme, will ich natürlich die Vergiftungsursache wissen. Da hilft kein herumgerede, sondern Farbe bekennen.

Josef

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 Betreff des Beitrags: Re: Biscaya, der nackte Horror
BeitragVerfasst: 30.09.2008, 20:39 
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Hallo cornelius,
im Bericht von M.Hederer geht es doch um Clothianidin, aber du hattest doch im Ausgangsposting von Thiaclopridauswirkungen gesprochen und dieses Wirkstoff konne ich in deinem reincopierten Text bei den Bienenproben nicht finden. Und im Mais bedeudet das nicht zwangsläufig das daran die Bienen gestorben sind.
Wo kann man das mit den 0,012µg nachlesen?
Bei mir wurde 0,6µg/kg Thiacloprid festgestellt und als zu geringe Dosis fürs Bienensterben angesehen. Hatte erst heute Kontakt mit JKI.
Gruß Peter


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 Betreff des Beitrags: Re: Biscaya, der nackte Horror
BeitragVerfasst: 30.09.2008, 21:02 
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Zitat:
Bei mir wurde 0,6µg/kg Thiacloprid festgestellt und als zu geringe Dosis fürs Bienensterben angesehen. Hatte erst heute Kontakt mit JKI.

Das solche Auskünfte vom JKI kommen ist natürlich klar. Fest steht das 0,6µg im Maispollen absolut tödlich für die Bienen sind. Aussage von Prof.Dr. Bonmatin Frankreich ! Dort ist das Gift, neben anderen, wie auch in Italien verboten ! Gerade in den letzten 7 Tagen hatte ich täglich intensive persönliche Kontakte mit den leitenden Mitarbeitern des JKI und des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit anläßlich des Landwirtschaftsfestes des Bay. Bauernverbandes in München. Eines ist mir absolut klar geworden, das Bundesministerium f. Verbraucherschutz ist ein Bundesministerium für Verbraucherverar......! Dazu gehört auch das nachgeordnete Julius-Kuhn-Institut- Bund.

@ Drohne
Zitat:
Kann ich nicht nachvollziehen Cornelius, wir Imker sind ja keine Deppen!


Davon ist weder das JKI noch die AGES überzeugt ! Leider spreche ich aus vielerlei Erfahrung auch mit der AGES ! Für diese Institutionen sind die Imker ja zu blöd um die Varroamilbe in den Griff zu bekommen. Nur aus diesem Grunde gibt es lt. JKI und der AGES das eine oder andere Bienenvolksterben.

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Zitat von Marie Ebner- Eschenbach / Austria
E-Mail: fridolin@imkereibrandt.de


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 Betreff des Beitrags: Re: Biscaya, der nackte Horror
BeitragVerfasst: 30.09.2008, 21:13 
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cornelius hat geschrieben:
Zitat:
Bei mir wurde 0,6µg/kg Thiacloprid festgestellt und als zu geringe Dosis fürs Bienensterben angesehen. Hatte erst heute Kontakt mit JKI.

Fest steht das 0,6µg im Maispollen absolut tödlich für die Bienen sind. Aussage von Prof.Dr. Bonmatin Frankreich ! .

Ich meinte allerdings 0,6µg/kg in den Bienenproben und nicht im Pollen. Kannst du mir verlässliche Quellen zu den Grenzwerten in Bienen nennen?
Nochmal zu dem geschädigten Imker. Wieso schreibst du von Thiacloprid wenn dies nicht in den Bienen gefunden wurde?
Peter


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