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drohne
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Betreff des Beitrags: WDR 15.7.08 Warum sterben die Bienen? Verfasst: 15.07.2008, 17:22 |
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Registriert: 18.01.2007, 01:00 Beiträge: 3424 Wohnort: Schmidatal
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Hier etwas sehr interessantes und wer Zeit hat, bitte angucken
Zitat: WDR Köln 16:9 Stereo mit Untertiteln Quarks & Co Warum sterben die Bienen? Diese Sendung vormerken
Bild zur Sendung Honigbienen liefern nicht nur süßen Aufstrich für das Frühstücksbrötchen, sie gelten auch als das drittwichtigste Haustier: Ihre Hauptaufgabe ist das Bestäuben von Obst-, Gemüse- und Wildpflanzen.
Ein Drittel der menschlichen Nahrung ist direkt oder indirekt von ihnen abhängig. Aber was passiert, wenn es keine Bienen mehr gibt? In Teilen der USA sind 70 Prozent der Bienenvölker verschwunden. Die Ursachen dieses Massensterbens sind noch nicht geklärt. Quarks & Co begibt sich heute auf die Spur dieses unheimlichen Phänomens und sucht nach Antworten auf folgende Fragen: Warum sterben die Bienen? Wie sieht die Situation in Deutschland aus? Welche Folgen hat das Verschwinden der Honigbienen für den Menschen? Wie bienenverträglich sind Pflanzenschutzmittel? Welche Alternativen der Bestäubung gibt es zur Honigbiene? Außerdem begleitet Quarks & Co einen amerikanischen Großimker bei seinem Einsatz quer durch das Land.
In den USA greift ein Massensterben unter den Bienenvölkern um sich. Es begann im Herbst 2006: Die Tiere verließen ihre Stöcke und kehrten nicht mehr zurück. Seitdem sind Milliarden von Bienen verschwunden. Einige Imker haben sogar zwei Drittel ihrer Völker verloren. Mehr als die Hälfte aller Bundesstaaten sowie Teile von Kanada sind betroffen. Wissenschaftler sprechen vom "Colony Collaps Disorder", kurz CCD, von einer Störung namens Bienen-Kollaps. Über die Symptome weiß man ziemlich viel, eine Erklärung für dieses Massensterben ist aber immer noch nicht gefunden: Stress, Pestizide, Klimaveränderung oder ein gefährliches Virus? Quarks & Co blickt Forschern, die das Massensterben untersuchen, über die Schulter und begleitet einen "Landesimker" auf einer Inspektionstour zu den betroffenen Bienenvölkern.
Honigbienen sind in den USA ein lukrativer Wirtschaftszweig. Viele Dutzend Obst- und Gemüsesorten, die in die ganze Welt exportiert werden, gäbe es ohne Bienen nur in minderer Qualität und in so geringen Mengen, dass sie unbezahlbar wären. Deshalb reisen Großimker mit Tausenden von Bienenvölkern quer durch das Land, um Orangen und Blaubeeren, Apfel- und Mandelbäume, Paprika und Kürbisse, aber auch Viehfutter wie Klee zu bestäuben. Die mobilen Bienenzüchter fahren mit riesigen Trucks von Plantage zu Plantage, von Küste zu Küste - immer dem Frühling und den gerade erblühten Pflanzen hinterher. Quarks & Co begleitet einen Großimker, der mit über 2000 Bienenstöcken unterwegs ist, auf seiner Reise.
Anders als in den USA leben deutsche Imker überwiegend vom Geschäft mit dem Honig. 80.000 Mitglieder zählt der Deutsche Imkerbund. Doch die meisten von ihnen betreiben die Imkerei als Hobby. Ein großes Problem ist der Nachwuchs: Das Durchschnittsalter der Imker in Deutschland liegt bei über 60 Jahren. Viele können sich die Versorgung kranker und die Anschaffung neuer Bienenvölker in jedem Frühjahr aufs Neue nicht leisten. Quarks & Co schaut deutschen Imkern über die Schulter und in deren Bienenstöcke.
Gibt es eigentlich Alternativen zur Honigbiene als Blütenbestäuber? In den USA hat man es mit Hummeln und anderen Insekten, mit Wind- und Ventilator-Bestäubung versucht. In Deutschland gibt es künstliche Bienenhotels, um Wildbienen anzusiedeln, das Forschungsprojekt "Rote Mauerbiene" für die Obstbestäubung, Hummelverschickung per Post und viele andere Versuche. Quarks & Co fragt nach: Wie gut ist die Honigbiene als Bestäuber? Und wer oder was könnte ihren Platz einnehmen?
Josef
_________________ ... dessen schwarze Herzkirschen natürlich nicht gegessen wurden, sondern in den Maischefässern mit herrlichen Marillen und die Wette blubbern. Edelbrände, nennt man die für höhere Weihen bestimmte flüssigen Stoffe
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Drohn55
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Betreff des Beitrags: Verfasst: 15.07.2008, 22:31 |
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Registriert: 29.01.2008, 20:00 Beiträge: 157 Wohnort: chemnitz, Sachsen
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Hallo Josef,
für "unbedarfte" sicher interessant. Ansonsten war für unsereins nichts umwerfend Neues dabei. Das soll aber keine Geringschätzung der Sendung sein, weil ja nicht nur Imker & Co. zugucken.
freundliche Grüße
ich geh jetzt in die Heia Gute Nacht
Wolfgang
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drohne
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Betreff des Beitrags: Verfasst: 15.07.2008, 23:12 |
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| Administrator |
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Registriert: 18.01.2007, 01:00 Beiträge: 3424 Wohnort: Schmidatal
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Aber weisl und mir hat diese gut gemachte Sendung sehr gut gefallen. Bedauerlicherweise kamen wir Imker selbst nicht sehr gut rüber, besonders gebeutelt wurden wir mit dem Fortschritt der modernen Beuten.
Aber an sich haben die Redakteure schon Recht, was wir mit Bienen so alles anstellen, ist alles andere als sich dieses Lebenwesen tatsächlich verdient. Perfekt war der Vergleich Biene-Hummel-Mauerbiene, hier war ich mir vom Sieg der Honigbiene Anfangs nicht ganz so sicher.
Was die Amerikaner mit den Bienen aufführen ist echt arg, eben Big Business. Dreimal Frühlingstracht, von Florida bis nach Maine rauf und alle 10 Tage eine neue Station ist echt gewaltig. Da arbeiten Raumfahrer mit Rauch ohne Ende, werden beim wandern keine Fluglöcher zugemacht und das Lebewesen Biene bedarf keinerlei Pflege. Die Bienen haben dort lediglich Monokulturen zum -gewissermaßen- dahinvegetieren. Dort ein Bienensterben, wundert mich ganz sicher nicht -mehr.
Josef
_________________ ... dessen schwarze Herzkirschen natürlich nicht gegessen wurden, sondern in den Maischefässern mit herrlichen Marillen und die Wette blubbern. Edelbrände, nennt man die für höhere Weihen bestimmte flüssigen Stoffe
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Walter Rojky
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Betreff des Beitrags: Verfasst: 16.07.2008, 08:13 |
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Registriert: 08.03.2008, 19:08 Beiträge: 60 Wohnort: Fischamend
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Hallo Imker
Auch ich habe mir den Beitrag im Fernsehen angesehen. Der Vergleich Biene-Hummel und Mauerbiene mag ja stimmen. Mir hat nur beim Vergleich etwas ganz entscheidendes gefehlt, nämlich die Blütenstetigkeit der Biene! Ich meine das ist sehr entscheidend bei einem Vergleich mit anderen Insekten.
Mfg Walter
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solarplexus
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Betreff des Beitrags: Verfasst: 16.07.2008, 09:27 |
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Folgendes schrieb ich an Spiegel Online als Leserbrief am 03. Mai 2007:
Zitat: So wie es aussieht ist die Lage in den USA für die Imkerkollegen teilweise sicher katastrophal. Ein genauerer Blick in die Imkerlandschaft der USA läßt den mitteleuropäischen Imker teils vor Ehrfurcht erstarren, teils aber auch erschaudern. Warum? Nun sind die Betriebe erheblich größer als in Deutschland. Während hierzulande der Durschnittsimker 12 Völker hält, hat der Berufsimker dort häufig mehrere Tausend Völker! Diese werden auf LKWs durch die Lande gefahren, um stetig die aufeinander folgenden Nektarquellen nutzen zu können oder auch Bestäubungsdienste zu erledigen. So weit so gut. Das ist für die Völker natürlich Stress. Die Wege sind dabei auch erheblich länger als im "kleinen Europa", bis zu 3000km! Etwas, was für deutsche Imker undenkbar ist, ist aber die prophylaktische Anwendung "harter" Medikamente. Im Anfängerlehrbuch "Beekeeping for Dummies" wird dem geneigten Imkerneuling beigebracht, nur zur Vorbeugung drei verschiedene Antibiotika in die Völker zu kippen! Diese Medis sind in D sogar verboten! Wer nun weiss, was diese gedankenlose Anwendung von Medikamenten bewirken kann wendet sich mit Grausen ab. Ein weiterer Punkt der zu Denken gibt ist die sog. Wabenhygiene. In D ist es üblich im etwa 2-3 jährlichen Turnus den gesamten Wabenbau auf dem die Bienen leben durch zu tauschen um damit evtl. vorhandenen Schmutz und Krankheitserreger aus dem Volk zu bringen. Das ist in den USA bei den großen Völkerzahlen gar nicht möglich.
Irgendwann kann sich diese Betriebsweise dann in einer Kulmination wie dem jetzt in Erscheinung getretenen Bienensterben äußern. Bezeichnenderweise trifft es ja nicht jeden "Bee-Farmer". Fortschrittlich arbeitende Imker haben geringere Probleme.
Auch in Deutschland gibt es immer wieder ein "Bienensterben" dann aber auch meist nicht flächendeckend, sondern in bestimmten Betrieben. Das will natürlich nicht leugenen, dass die allgemeine Versorgungssituation der Bienen stetig schlechter wird. Es gibt Regionen in D wo ab Ende Juli für die Bienen in der natur keinerlei Nektar oder Pollen mehr verfügbar ist! Wie sollen dort überwinterungsfähige Völker aufgebaut werden? Da muss der Imker schon alle Register seines Könnens ziehen um im nächsten Jahr noch einen vitalen Bestand zu haben. Und das gelingt leider nicht immer ....
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Hans-Joachim Heyer
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Betreff des Beitrags: Verfasst: 16.07.2008, 10:43 |
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Registriert: 03.12.2007, 12:59 Beiträge: 142 Wohnort: Dienstweiler/Rheinland-Pfalz
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Hallo solarplexus,
meine Gratulation für den hervorragenden Leserbrief!
Im TV-Beitrag hieß es, dass es wahrscheinlich nicht eine einzige Ursache des Bienensterbens gebe, sondern es sich um ein generelles Versagen des Immunsystems handele. Dann könne jede kleinere Schädigung das Sterben auslösen, seien es nun Pestizide, Viren, Milben oder einseitige Ernährung (Monokulturen). Der Auslöser, der das "Fass zum Überlaufen" bringt, darf allerdings nicht mit der Ursache gleichgesetzt werden.
Die Betriebsweise wie sie in den USA praktiziert wird, ist von vorneherein sehr schädigend. Unter diesen Bedingungen können große Völkerzusammenbrüche m.E. gar nicht ausbleiben. Wir sollten aus den negativen Erfahrungen der amerikanischen "Imker" lernen und bewusst auf eine bienengemäßere Betriebsweise setzen.
joachim
_________________ 14 Völker "Landbiene". Imkertagebuch: http://cid-ea7642f66691cdee.spaces.live.com/blog/
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drohne
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Betreff des Beitrags: Verfasst: 16.07.2008, 14:06 |
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| Administrator |
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Registriert: 18.01.2007, 01:00 Beiträge: 3424 Wohnort: Schmidatal
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Hans-Joachim Heyer hat geschrieben: Wir sollten aus den negativen Erfahrungen der amerikanischen "Imker" lernen und bewusst auf eine bienengemäßere Betriebsweise setzen.
Genau so ist es und es ist gut, dass darüber geredet wird! Was mich während der Sendung wunderte, die ratlose Professorin grübelte und forschte, erklärte aber in diesem Mysterium nicht weiterzukommen. Wer einem imkerlichen Blick hat und die Betriebsweise, insbesonders die dunkelbraunen Waben sah, helle sah man überhaupt nicht, darf sich über ein Massensterben nicht wundern. Ich denke der Juniorimker hat mit dem Verlust von 2.000 der ursprünglich 3.000 Völker noch Glück gehabt.
@ solarplexus hat in seinem großartigen Leserbrief -Dankeschön für´s einfügen- den Medikamenteneinsatz erwähnt. Merkwürdigerweise interessiert dies dort überhaupt niemand und Honig ernten kostet lediglich Zeit. Zeit die man lieber zum wandern per LKW in jeweils 300 erter Eineiten und offenem Flugloch durchführt. Ach ja, verloren gegangenen Flugbienen gehen ja eh nicht ab, denn die würden ja bekanntlich den nicht benötigten Honig bringen.
Josef
_________________ ... dessen schwarze Herzkirschen natürlich nicht gegessen wurden, sondern in den Maischefässern mit herrlichen Marillen und die Wette blubbern. Edelbrände, nennt man die für höhere Weihen bestimmte flüssigen Stoffe
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