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 Betreff des Beitrags: Imkern mit dem österreichischen Breitwabenmaß
BeitragVerfasst: 19.01.2009, 23:26 
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Hallo! Fange heuer mit dem imkern an. Habe eine Frage. Ich besitze öst. BW Ganzzargen. Reicht es eigentlich bei öst. BW eine Ganzzarge mit 10 Rähmchen als Brutraum zu verwenden. Oder muss ich hier zwei Ganzzargen als Brutraum verwenden. Den rein rechnerisch würde es sich mit einer ausgehen. Ich habe zwar keine Erfahrung. Auf einen Rähmchen ist Platz für 10.000 Arbeiterzellen dh. bei 10 Rähmchen 100.000 Arbeiterzellen. Das müsste sich ja ausgehen oder. Ich mache sowieso pro Volk gleich bei Rapstracht ersten 4 Waben ableger. Und ende Juni noch einmal einen da brauche ich das Volk eigentlich gar nicht auf 2 Brutraumzargen lassen. Weil ich vermute dass mir hier im Brutraum viel Honig abgelagert wird und ich heuer noch keine Waben besitze müsste ich mir 20 Rähmchen ausbauen lassen. Weil es gibt ja auch imker die mit 1 1/2 DN imkern da ist ja auch nicht um viel größer Oder??.

Freue mich auf eure Erfahrungen und Antworten.


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 Betreff des Beitrags: Re: Imkern mit ÖsterreichischenBreitwabenmaß
BeitragVerfasst: 20.01.2009, 16:30 
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Also ein Raum reicht mit Sicherheit nicht pfannie. Ich müsste nachgucken, aber eine ÖBW hat lediglich 5.500 Zellen. Mit diesem Maß arbeitet man rollierend, soll heißen, fallweise zwei Bruträume, dann eben mit lediglich einem.
Zur besseren Verständnis hier meine Betriebsweise: LINK Bitte um besondere Beachtung der Frühjahrsarbeiten.

Zitat:
Zitat pfannie

Ich mache sowieso pro Volk gleich bei Rapstracht ersten 4 Waben ableger. Und ende Juni noch einmal einen da brauche ich das Volk eigentlich gar nicht auf 2 Brutraumzargen lassen.


Leider wurde nicht bekanntgegeben ob hier 4 Brutwaben gemeint sind. Wenn ja, wäre dies Schade, denn bei oder nach der Rapstracht würden 2 Brutwaben vollkommen ausreichen. Allerdings unter der Voraussetzung, dass ständig gefüttert wird.

4 Wabenableger mit fertiger Königin mache ich so: Ende Raps nehme ich zwei BW, 1 schön ausgebaute Wabe zum sofortigen bestifteln und 1 Randwabe mit etwas Futter. Ist die dritte Wabe bebrütet und das Brutnest in Ordnung, wird unverzüglich auf 10 Waben erweitert.

Josef

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19.3. Ist´s zu Josefi klar, gibt´s ein gutes Honigjahr.


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 Betreff des Beitrags: Re: Imkern mit ÖsterreichischenBreitwabenmaß
BeitragVerfasst: 20.01.2009, 20:12 
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Registriert: 21.12.2008, 23:49
Beiträge: 91
Hallo! Danke, drohne für deine Antwort. Ich habe mir jetzt deine Betriebsweise durchgelesen. Da ich ja momentan einen relativ schwachen Ableger und mir eine Vollvolk dazu kaufe werde ich, wie du in deiner Betriebsweise erkläst, Anfang April sind so ca. 8 Brutwaben im Brutraum haben(im Vollvolk). So werde ich 2 Brutwaben nehmen und dem Ableger zu geben. Diese im vollvolk wieder durch Mittelwände ersetzen. Hier habe ich dann das erste mal abgeschröpft. Nach zwei Wochen würde ich dann wieder zwei Brutwaben in den Honigraum geben und diese wieder durch Mittelwände im Brutraum ersetzen. Dafür zwei frisch ausgebaute Waben aus dem Honigraum entfernen da ich sowieso Neuwaben brauche. Hier das ist die zweit Platzschaffung. Die dritte findet statt während der Rapstracht. Hier würde ich aus dem Vollvolk vier Brutwaben entnehmen. Jeweils zwei offene und zwei verdeckelte. Aus diesen würde ich dann zwei Ableger bilden. Dann meiner Meinung würde ich dann eigentlich die Kirschzeit und Rapstracht gut rüber gebracht haben. Der nächste Eingriff wäre dann eigentlich die Rapsschleuderung. Die Hälfte der ansitzenden Bienen die im Honigraum sind würde ich den Ableger geben und diese damit bestärken. Nach Rapsschleuderung kommt das Asperrgitter weg und die Bienen kommen in den Wald wo Himbeer und Brombeer blüht. Hier gebe ich ihnen dann eigentlich zwei Räume. Und wenn sich das Volk dann stark entwickelt hat auf zwei Zargen dann würde ich im Juni nochmal Ableger machen mit 4 Waben. Honig würde ich dann nur schleudern den auf den Randwaben.

Wenn ich das so machen würde, glaubst würde das funktionieren.


Mit freundlichen Grüßen


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 Betreff des Beitrags: Re: Imkern mit dem österreichischen Breitwabenmaß
BeitragVerfasst: 21.01.2009, 18:02 
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Registriert: 18.01.2007, 00:00
Beiträge: 5110
Wohnort: Schmidatal
Pardon pfannie, ich habe etwas benötigt um Deine Absicht zu verstehen. Aber ich denke nun ist alles klar. Hier nun meine Antwort:

Zitat:
Zitat pfannie

Anfang April sind so ca. 8 Brutwaben im Brutraum haben(im Vollvolk). So werde ich 2 Brutwaben nehmen und dem Ableger zu geben.


Um bereits Anfang April 8 BW im Volk zu haben, musst aber ordentlich füttern und am besten schon im Feber bei passendem Wetter (+10 c) wöchentlich Futterteig auflegen, ansonsten ist dieses 8 Wabenziel nur sehr schwer zu erreichen.

Schwächelnde Ableger sollte man grundsätzlich nicht verstärken, es wäre nämlich echt Schade um die beiden wertvollen BW. Entweder derrappelt sich das Volk, oder die Königin gehört getauscht, alles andere bringt unnötige Arbeit ohne Lohn.

Zitat:
Zitat pfannie

Nach zwei Wochen würde ich dann wieder zwei Brutwaben in den Honigraum geben und diese wieder durch Mittelwände im Brutraum ersetzen.


Dieser Umweg ist entbehrlich und auch gefährlich, denn wenn die Bienen bei den beiden oberen Waben eine WZ -Nachschaffungszelle- errichten, ist der Schwarm draußen. Am besten die beiden Waben inkl. aufsitzenden Bienen und einer Weiselzelle gleich in einen Ablegerkasten geben und in der Folge wöchentlich füttern. Dies macht Sinn und bringt bis zum Herbst ein sehr starkes Volk.

Zitat:
Zitat pfannie

Die dritte findet statt während der Rapstracht. Hier würde ich aus dem Vollvolk vier Brutwaben entnehmen. Jeweils zwei offene und zwei verdeckelte. Aus diesen würde ich dann zwei Ableger bilden.


Abermals 4 BW schon im Raps entnehmen wird sehr sehr schwierig werden und wenn doch, kannst die Rapsschleuderung mit Sicherheit vergessen. Bei der Gelegenheit, mit offenen Brutwaben erstellt man prinzipiell keine Ableger, denn wenn Schlechtwetter käme, wäre diese Brut im 2 Wabenableger mit Sicherheit verkühlt. Würdest Du jedoch zusätzlich Bienen zum verstärken aus dem Honigraum verwenden, fehlen diese bei der folgenden Robinietracht.

Zitat:
Zitat pfannie

Wenn ich das so machen würde, glaubst würde das funktionieren.


Du musst bereits jetzt schon wissen was Priorität hat. Entweder Völker vermehren, dieses bedeutet füttern unabhängig von der Tracht und zwar wöchentlich. Oder -und auch- Honigschleudern, denn die beabsichtigten 12 BW entnehmen und dennoch Honig ernten, geht mit Sicherheit nicht.

Gerne stehe ich für weitere Fragen zur Verfügung.

Josef

PS: Einstein hat eine sehr interessante Methode entwickelt um aus einem Volk möglichst viele Ableger zu erstellen, bei Gelegenheit suche ich diesen Thread heraus, OK

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19.3. Ist´s zu Josefi klar, gibt´s ein gutes Honigjahr.


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