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 Betreff des Beitrags: ZweiKöniginnenbetriebsweise
BeitragVerfasst: 24.02.2008, 10:54 
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Liebe Bienenfreunde!

Da im Winter der Imker mit seiner Familie friedlich in der Wintertraube schlummert, hat er Zeit über neue Ideen nachzudenken.
Meine Idee ist folgende:
Wie wirkt sich die Haltung von zwei Königinnen in einem Stock auf die Vorgänge im Bienenvolk und vor allem auf den Honigertrag aus?

Voriges Jahr gegen Ende der Zuchtsaison habe ich zwei Zuchtrahmen mit Weiselnäpfchen in einem Finishervolk vergessen. Da wir unsere Finischerabteile als unterste Zarge verwenden und nicht als oberste, ist folgendes passiert:
Die alte Königin war in der oberen Zarge und durch eine Königinnnenabsperrgitter gehindert, in die unter Zarge mit den Zuchtrahmen zu kommen.
Unten sind die vergessenen Königinnen geschlüpft und haben ihre Sache nach "Highlander"Manier ("Es kann nur eine geben") gelöst. Bei der Ameisensäurebehandlung haben wir unten und oben ein geschlossenes Brutnest mit je einer Königin gehabt.

Nun ist die Frage, ob man die Wirtschaftlichkeit eines Bienenstockes erhöhen kann durch die Haltung eines Doppelvolkes und wie erstellt man es am einfachsten.

Hat jemand Erfahrungen dazu?

BG stefan mandl


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BeitragVerfasst: 28.04.2008, 18:38 
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Liebe Bienenfreunde!

Da niemand auf meinen Aufruf betreffend Erfahrungen mit mehreren Königinnen in einer Beute reagiert hat, darf ich nochmals um Gedanken zu diesem für mich sehr interessanten Thema bitten.

Im bienenforum gibt es wunderbar helle Köpfe, also meine Damen und Herren Spezialisten, wie sieht es aus mit der info? 8)

BG stefan mandl


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BeitragVerfasst: 28.04.2008, 20:38 
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stefan mandl hat geschrieben:
Im bienenforum gibt es wunderbar helle Köpfe, also meine Damen und Herren Spezialisten, wie sieht es aus mit der info?


Pfoa Stefan, nach einem arbeitsintensiven Tag und mit unförmig geschwollenen Händen infolge zahlreicher Bienenstiche nun solch einer gewaltigen Aufforderung nachkommen, aber versuchen wir es doch.

Möglicherweise geht es nur mir so, aber selbst ein vitales Volk mit lediglich einer einzigen Königin kann man in der Schwarmzeit nur sehr schwer unter Kontrolle halten. Was würde arbeitstechnisch nun mit zwei Königinnen, die ja locker jeden Tag 5.000 Eier legen können, mit den armen drohn passieren :shock:

Zur Frage Wirtschaftlichkeit: die meisten von uns haben doch locker vier Volltrachten a 20 und mehr Kilos. Ob dies mit zwei Mamis noch deutlich zu steigern wäre? Also mir wären die beiden Mamis in zwei separaten Beuten doch bedeutend lieber. Aber warten wir einmal was unsere anderen Kollegen hierzu meinen.

Josef

PS: ein sehr nettes Avatar, aber der junge Mann hat mit meiner Quasimodo Befürchtung erfreulicherweise nichts gemeinsam. Stefan als Baby?

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... dessen schwarze Herzkirschen natürlich nicht gegessen wurden, sondern in den Maischefässern mit herrlichen Marillen und die Wette blubbern. Edelbrände, nennt man die für höhere Weihen bestimmte flüssigen Stoffe


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BeitragVerfasst: 29.04.2008, 10:59 
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Hallo,

ich habe mal von einem Imker gehört, das er die alten Königinnen in einem Stock " gesammelt" hat. Er hat es einfach nicht geschaft, die alten Mamas zu zerquetschen, ausserdem hat ihn seine Tochter das Versprchen abgenommen, die armen Viecherln nicht zu töten.

Nun hat er einfach ein Stock gehabt, in das er die alten Köninnen einfach einlaufen ließ. Ich denke er hat vorher die Damen mit Honig besprüht oder diese in Honigwasser getauscht, damit waren sie einfach willkommen. Dadurch das die alten Mamas ( die schon in Eilage sind) keinen funktionierenden Stachel mehr haben, geb es dort auch keinen Kampf, es haben dort halt einfach bis zu 12 Königinnen zusammengelegt.

Lieder weiß ich nicht mehr wer und wo mir das mal wer erzählt hat, aber ich bin mir generell sicher, das eine 2 Königinnen betriebsweise funktioniert. Wenn man zb. 2 Eilegende Königinnen mit Volk über einem Zeitungspapier vereinigt, dann sollten beide nebeneinander existieren können. Allerdings muß man sehr starkt aufpassen, das es zu keinem vermehrten Schwarmtrieb kommt.

Leider kann ich Dir sonst nicht weiterhelfen, vielleicht hat ja einer unser erfahrener Imkern mal Versuche in diese Richtung unternommen ?

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Bl2 Gruß Sybill Bl5 Bee3


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BeitragVerfasst: 29.04.2008, 12:08 
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Hallo Stefan

So weit ich mich zurückerinnern kann, gab es einmal einen Film über diese Mehr-Königinnen-Völker. Da hat jemand die findige Idee gehabt, zwei Bruträume nebeneinander mit einen gemeinsamen Honigraum. Beide Bruträume haben getrennte Eingänge und der Honig wird von den Völkern über Absperrgitter eingetragen.

Dies hatte natürlich auch einen Nachteil. Da in einen Brutraum nur 5 bis 6 Waben Platz hatten, kam es sehr leicht zu einen Brutengpaß, der wieder vermehrt zum Schwärmen neigte.

Bei meiner Betriebsweise, ich hänge bei der Durchsicht immer wieder verdeckelte Brutwaben in den Honigraum, ist es schon öfters passiert, dass ich eine Weiselzelle übersehen habe. Da mein Honigraum über ein Drohnenfluchtloch verfügt, ist die jung geschlüpfte Königin zur Begattung ausgeflogen und ich hatte auch im oberen Honigraum Brut. Damit hatte ich einen Ableger mehr am Stand, aber auch weniger Honig im Honigraum.

Ich bin mir nicht sicher, ob bei einem Zweivolk der Honigertrag deswegen steigt. Allerdings wüsste ich keinen Grund für eine Mehrvolk-Strategie.

Dass was Sybill meinte reihe ich unter die Rubrik Fischer, Jäger und andere Lügner ein. Es mag schon sein, dass er die Königin gesammelt hat, er hat sie aber bestimmt nachher nicht gezählt.
In einem Bienenvolk lebt normalerweise nur eine Königin obwohl manchmal auch zwei kurzzeitig vorhanden sein können.

Mfg Walter


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BeitragVerfasst: 29.04.2008, 19:50 
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Liebe Bienenfreunde!

Vielen Dank für Eure Bemühungen.

@Drohne: Leider habe ich nicht 4 Volltrachten zu je 20 kg; ich muß Dich einmal besuchen und schauen, wie Du das machst.
Zum Avatar: Bin leider nicht ich, aber so sehen einfach Spezialisten aus. ;-)

@Sybill: Soviele Königinnen möchte ich gar nicht versuchen in einem Stock zu halten. Wobei nach meinem bisherigen Verständnis müßten die einzelnen Königinnen wohl räumlich getrennt sein (Absperrgitter).

@Walter: Diese Erfahrung mit dem Honigraum finde ich sehr hilfreich. Walter darf ich Dich bitten, kannst Du Dich erinnern von wann bis wann (jahreszeitlich gesehen) Du diese Königin im Honigraum hattest und vor allem, haben die Bienen sie leben lassen?
War vielleicht sogar eine gemeinsame Überwinterung möglich?

Ich weiß ja, wieso ich hier meine Fragen stelle. Vielen Dank an die Profis.

BG

stefan mandl


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BeitragVerfasst: 29.04.2008, 22:20 
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stefan mandl hat geschrieben:
@Drohne: Leider habe ich nicht 4 Volltrachten zu je 20 kg; ich muß Dich einmal besuchen und schauen, wie Du das machst.


Na geh Stefan :roll: wie doch nahezu überall im östlichen Österreich und Dank der Ölsaaten. Früher 1 - 2 Schleuderungen, jetzt eben 4.

1. Schleuderung: Obst, Löwenzahn, Raps

2. Schleuderung: Robinie

3. Schleuderung: Linde

4. Schleuderung: Sonnenblume

Ihr Wiener habt zwar eher weniger Raps und Sonnenblumen, Ausnahme Stadtrand Schaffler Hof oder Essling zB, aber dafür jede Menge Ahorn und Rosskastanie.

Josef

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