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 Betreff des Beitrags: Bienensterben in USA - weltweit
BeitragVerfasst: 16.12.2007, 13:13 
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Nachdem ich das ganze jetzt verfolgt mabe mit dem milden Milben- ich überlege fast, nichts mehr zu schreiben, wo ist der Geist, der Enthusiasmus, der Esprit, welcher viele Imker hervorhebt?
Welchen kranken Gehirnen entspringen solche Ideen?
Bitte überlegt doch mal, wenn es gelänge milde Milben zu züchten- was heist das?
Das heist, daß wir Imker dazu verdammt werden, diese Milben zu züchten, die Bienen gelangen in eine Abhängigkeit - sie müssen in dieser Abhängigkeit gehalten werden, denn sonst ginge ja die "milde Milbe" kaputt.
Irgenwer ist da nicht mehr zu retten!!!!
Konzentriert Euch mal auf die Sachen, welche wirklich Sinn machen und ergeben.
Ein Biespiel dazu:
In den USA gibt es ja in größerem Ausmaße Genmais (den gibt es in Österreich auch schon 10 Jahre oder mehr (denke Pioneer hat da einige Sorten) und die Leute wissen das nicht mal.
Das Übel an der ganzen Sache ist meiner Meinung nach ganz woanders zu sehen.
Futter für Bienen wird in den USA aus Maisstärke gewonnen (C6 H10 O 5)
diese Stärke wird zu "Zucker" aufgewertet (C6 H 12 O 6) hat also ein Molekül Wasser H²O mehr.
Es gab vor einigen Monaten einen wunderbaren Film über die Monarchfalter, welche bis nach Mexico runterfliegen und dort überwintern, dies hat ein Mann mit seiner Kamera verfolgt und gefilmt http://de.wikipedia.org/wiki/Monarchfalter - dies ist sehenswert.
Was ist daran so wichtig, der Monarchfalter frißt vom Blütenstaub der Maispflanzen - und geht an dem gentechnisch verändeten Pollen und Zucker zugrunde.
In meinem Bekanntenkreis befinden sich einige Molekularbiologen - diese meinten, daß es durchaus sein könnte - ich wiederhole - sein könnte, daß das mysteriöse Bienensterben dadurch ausgelöst worden sein könnte, weil der Futtersirup für unsere Bienen zum allergrößten Teil aus der genmanipulierten Maisstärke hergestellt wird, da er ja in den USA stark subventioniert wird, ist der Sirup billig? Wurde mir gesagt, nehme an, es könnte stimmen.
Ich habe in den letzten Jahren (3 Jahren) einige Stöcke mit Zucker und Kakaopulver (gemischt) gefüttert. Beim Fett des Kakaopulvers ist es so, daß die Biene dies ja nicht auflösen kann, sie hat ja keine Leber, wegen Fettspaltung uns so....
Die Biene brütet im Frühjahr und beginnt die Maden (Larven) zu füttern, die werden von Varroas besaugt und können daher das Fett der Kakaobohne ebenfalls nicht verbrennen, der Trick könnte der sein, daß das Verhältnis zur Größe Larve Biene Pulver und Fettverhältnis der Varroa die Nahrungsgrundlage entziehen könnte oder besser sie muß hungern, muß mehr sauen - sie saugt mehr und nimmt daher mehr Fett auf, hungert mehr, nimmt noch mehr Fett auf usw.
Ich muß erst die genaue Dosis herausfinden, bevor es mehr zu lesen gibt, soviel darf ich aber schon sagen, es schaut so aus, daß es Sinn machen könnte sich damit zu befassen.
Aushungern wäre auch eine Möglichkeit den Parasit los zu werden, wahrscheinlich müssen wir auf eine Ernte verzichten oder so.
Einen Punkt könnte man als Imker aber schon ableiten:
ich bitte Euch Euren Bienen zuliebe - auf diesen Zuckersirup hergestellt aus Genmaisstärke zu verzichten.
Die Verluste an Bienenvölkern, so denk´ich mal, sollten geringer sein, es könnte aber auch passieren, daß Ihr mit der Varroa besser zurechtkommt.
Das Besprühen und die Versuche mit der milden Zitronensäure stelle ich später dar.
Eine Info zu den Hummeln, ein Freund (Tierarzt) hält ca 4o Hummelvölker jedes Jahr und berichtete, daß die Hummelmilbe auch an seinen Völkern großen Schaden verursacht hat, weil zuviel Milben an den Königinenlarven waren und diese garn nicht mehr geschlüpft sind.
Vorerst soll´s genug sein.
Aus gegebenem Anlaß wieder mehr!


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 Betreff des Beitrags: Re: Bienensterben in USA - weltweit
BeitragVerfasst: 27.05.2009, 21:55 
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Wohnort: D- 82110 Germering
Dazu ein neuer Bericht vom Mai 2009 aus den USA, mir übermittelt von Harald Singer, Berufsimker aus Österreich:
Pesticides indicted in bee deaths ( Pestizide verursachen Bienensterben)

Agriculture officials have renewed their scrutiny of the world's best-selling pest-killer as they try to solve the mysterious collapse of the nation's hives.

May 18, 2009 | Gene Brandi will always rue the summer of 2007. That's when the California beekeeper rented half his honeybees, or 1,000 hives, to a watermelon farmer in the San Joaquin Valley at pollination time. The following winter, 50 percent of Brandi's bees were dead. "They pretty much disappeared," says Brandi, who's been keeping bees for 35 years.

Since the advent in 2006 of colony collapse disorder, the mysterious ailment that continues to decimate hives across the country, Brandi has grown accustomed to seeing up to 40 percent of his bees vanish each year, simply leave the hive in search of food and never come back. But this was different. Instead of losing bees from all his colonies, Brandi watched the ones that skipped watermelon duty continue to thrive.(....)
Der ganze Bericht:
http://www.salon.com/env/feature/2009/0 ... esticides/

_________________
Wer nichts weiß, muß alles glauben !

Zitat von Marie Ebner- Eschenbach / Austria
E-Mail: fridolin@imkereibrandt.de


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 Betreff des Beitrags: Re: Bienensterben in USA - weltweit
BeitragVerfasst: 28.05.2009, 09:22 
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Registriert: 13.05.2009, 13:21
Beiträge: 530
Wohnort: D-Radolfzell/Möggingen
Hallo Fridolin,

herzlichen Dank für den Artikel!

Gruß vom kühlen Mindelsee

Michael

_________________
Michael T. Mader
Imkerei Mindelsee
D-78315 Möggingen-Radolfzell
http://imkerei-mader.awardspace.com


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